Dyson Purifier Cool PC1 Test
Dyson Purifier Cool PC1 Test: Luftreiniger und Ventilator im teuren Doppelpack
Aktualisiert am 23. August 2026
Unser Testurteil: 8,3/10
Der Dyson Purifier Cool PC1, intern als TP11 geführt, kombiniert einen HEPA-H13-Luftreiniger mit einem rotorlosen Ventilator. Genau darin liegt seine größte Stärke und gleichzeitig das zentrale Problem dieses Modells. Der PC1 kann Partikel, Pollen und einen Teil gasförmiger Belastungen filtern, überwacht die Luftqualität automatisch, lässt sich über die MyDyson App steuern und verteilt anschließend einen gerichteten Luftstrom im Raum. Für diese Kombination verlangt Dyson allerdings rund 499 Euro. Wer ausschließlich möglichst viel gereinigte Luft pro Euro sucht, bekommt bei klassischen Luftreinigern deutlich mehr Leistung.
Dyson setzt beim Purifier Cool PC1 auf einen HEPA-H13-Filter mit Glasfasern und eine Aktivkohleschicht. Nach Herstellerangaben werden 99,95 Prozent der bis zu 0,1 Mikrometer kleinen Partikel erfasst. Die Aktivkohle soll zusätzlich Gerüche, Gase und flüchtige organische Verbindungen reduzieren. Sensoren analysieren die Raumluft, der Automatikmodus passt den Betrieb selbstständig an und über die MyDyson App lassen sich Messwerte, Zeitpläne und Einstellungen kontrollieren.
Die Konstruktion ist typisch Dyson: Das eigentliche Filtergehäuse sitzt unten, darüber befindet sich die große ovale Air-Multiplier-Schleife. Ein sichtbarer Ventilatorpropeller fehlt. Der Luftstrom lässt sich über zehn Stufen regeln und über einen Bereich von bis zu 350 Grad im Raum verteilen. Dadurch ist der PC1 gleichzeitig ein hochwertiger Standventilator. Wichtig ist aber die richtige Erwartung: Er produziert keine Kälte wie eine Klimaanlage. Er bewegt Raumluft und erzeugt dadurch einen kühlenden Effekt auf der Haut.
Im Dyson Purifier Cool PC1 Test fällt vor allem eine ungewöhnliche Diskrepanz auf. Dyson bewirbt eine sehr weitreichende Luftverteilung und nennt für seine POLAR-Prüfmethode eine Raumabdeckung von 81 m³ beziehungsweise in anderen technischen Unterlagen ungefähr 27 m². Unabhängige Messungen von RTINGS kommen beim entscheidenden CADR dagegen nur auf rund 128 m³/h für PM1.0. Das ist für einen 500-Euro-Luftreiniger ausgesprochen wenig. Genau deshalb bekommt der PC1 von mir keine Spitzenwertung: Als Kombination aus hochwertigem Ventilator, Sensorik, Design und Luftreiniger funktioniert er gut. Als reiner Luftreiniger ist sein Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich schwächer.
Meine Kaufentscheidung ist deshalb klar. Wer einen eleganten Dyson-Ventilator möchte und Luftreinigung als wesentlichen Zusatznutzen betrachtet, kann mit dem Purifier Cool PC1 zufrieden sein. Wer dagegen hauptsächlich Allergene, Pollen und Feinstaub möglichst schnell aus einem normalen Wohnzimmer entfernen möchte, sollte sich Modelle mit höherem CADR ansehen. Unter ungefähr 400 Euro würde ich den Dyson deutlich attraktiver finden. Rund um die aktuelle Preiszone von 499 Euro bezahlt man einen erheblichen Anteil für Design, Ventilatorfunktion, Sensorik und das Dyson-Ökosystem.
Unsere Bewertung im Dyson Purifier Cool PC1 Test
Im Dyson Purifier Cool PC1 Test erreicht das Gerät insgesamt 8,3 von 10 Punkten. Die Wertung berücksichtigt bewusst beide Produktrollen. Als Smart-Ventilator mit zusätzlicher Luftreinigung ist der PC1 hochwertig und komfortabel. Bewertet man ihn ausschließlich als Luftreiniger, fällt die Note niedriger aus, weil unabhängige CADR-Messungen deutlich hinter wesentlich günstigeren Konkurrenzprodukten zurückbleiben.
- Partikelfilterung: 8,4/10 – zuverlässiger HEPA-H13-Filter, aber begrenzter Luftdurchsatz.
- Pollen: 8,5/10 – Filterwirkung gut, Reinigungsgeschwindigkeit für den Preis nur durchschnittlich.
- Feinstaub: 8,4/10 – gute Abscheidung, unabhängige CADR-Messung bleibt jedoch relativ niedrig.
- Gerüche und VOC: 7,9/10 – Aktivkohleschicht hilft bei normalen Belastungen, ist aber kein schwerer Spezial-Kohlefilter.
- Sensorik: 9,3/10 – automatische Erfassung und gut aufbereitete Echtzeitdaten gehören zu den Stärken.
- Automatik: 9,1/10 – reagiert selbstständig auf erkannte Luftbelastung.
- Ventilatorfunktion: 9,0/10 – gleichmäßiger, weitreichender Luftstrom mit zehn Stufen.
- Oszillation: 9,5/10 – bis zu 350 Grad sind hervorragend.
- MyDyson App: 9,5/10 – eine der ausgereifteren Apps dieser Produktklasse.
- Smart Home: 9,3/10 – Alexa, Google Assistant und Siri werden unterstützt.
- Nachtbetrieb: 8,6/10 – angenehm auf niedrigen Stufen, Maximalbetrieb deutlich hörbar.
- Verarbeitung und Design: 9,3/10 – typisch hochwertige Dyson-Anmutung.
- Wartung: 8,8/10 – Filterwechsel unkompliziert und in App beziehungsweise Display nachvollziehbar.
- Preis-Leistung: 6,8/10 – rund 500 Euro sind angesichts des gemessenen CADR sehr ambitioniert.
Warum der Dyson trotz guter Filterung keine 9 erreicht
Ein guter Filter allein entscheidet nicht darüber, wie schnell ein Raum sauber wird. Der Luftdurchsatz ist mindestens genauso wichtig. RTINGS hat beim Purifier Cool PC1 einen PM1.0-CADR von rund 128 m³/h gemessen. Das entspricht nur ungefähr 76 CFM. Zum Vergleich erreichen viele klassische Luftreiniger derselben oder sogar einer deutlich niedrigeren Preisklasse 250, 300 oder mehr als 500 m³/h.
Das bedeutet nicht, dass der Dyson schlecht filtert. Die Luft, die tatsächlich durch den HEPA-H13-Filter strömt, wird sehr effizient gereinigt. Das Problem ist die Geschwindigkeit, mit der genügend Raumluft durch das Filtermedium gelangt. Für kleine Räume reicht das. In einem großen Wohnzimmer dauert die Partikelreduktion einfach länger.
Warum der PC1 als Gesamtgerät trotzdem überzeugt
Der Dyson bietet dafür Funktionen, die ein einfacher Luftreiniger nicht besitzt. Der Air-Multiplier-Luftstrom funktioniert wie ein hochwertiger Ventilator, die Luft kann über bis zu 350 Grad verteilt werden, das Gerät überwacht Schadstoffe automatisch und die MyDyson App gehört zu den stärkeren Softwarelösungen.
Wer diese Funktionen ohnehin kaufen würde, muss den Preis anders beurteilen. Ein hochwertiger Standventilator plus Smart-Luftreiniger plus Sensorik und App kann durchaus eine interessante Kombination sein. Wer hingegen bereits einen guten Ventilator besitzt, bezahlt beim PC1 für Funktionen doppelt.
Vorteile und Nachteile des Dyson Purifier Cool PC1
Vorteile
- 2-in-1-Konzept: Luftreiniger und Ventilator in einem Gerät.
- HEPA-H13: hochwertige mechanische Partikelfilterung.
- Aktivkohle: zusätzliche Reduktion bestimmter Gase, VOCs und Gerüche.
- Automatische Luftqualitätsüberwachung: Sensoren reagieren auf erkannte Belastung.
- MyDyson App: detaillierte Messwerte, Fernsteuerung und Zeitpläne.
- Alexa: Sprachsteuerung wird unterstützt.
- Google Assistant: ebenfalls kompatibel.
- Siri: Integration in Apple-basierte Routinen möglich.
- Bis zu 350 Grad Oszillation: sehr flexible Luftverteilung.
- Zehn Lüfterstufen: fein abgestufte Regelung des Luftstroms.
- Air Multiplier: erzeugt einen gleichmäßigen Luftstrom ohne sichtbare Rotorblätter.
- Automatikmodus: Leistung muss nicht permanent manuell verändert werden.
- Nachtmodus: Display und Betriebsweise werden für die Nacht angepasst.
- Sleep-Timer: 1, 2, 4 oder 8 Stunden möglich.
- Fernbedienung: direkte Bedienung ohne Smartphone.
- LCD-Display: Luftqualität und weitere Werte direkt am Gerät sichtbar.
- Sehr einfache Filterwartung: Wechsel wird über Display und App angekündigt.
- Filterlebensdauer: Dyson nennt ungefähr ein Jahr bei üblicher Nutzung.
- Relativ leicht: 4,72 kg sind für ein mehr als einen Meter hohes Standgerät gut handhabbar.
- Schmales Gehäuse: benötigt deutlich weniger Grundfläche als viele große Luftreiniger.
- Modernes Design: wirkt eher wie ein hochwertiges Wohnraumgerät als wie technische Filtertechnik.
Nachteile
- Sehr hoher Preis: aktuell ungefähr 499 Euro und teilweise darüber.
- Gemessener CADR relativ niedrig: RTINGS ermittelt rund 128 m³/h PM1.0.
- Für große Räume langsam: hohe Raumabdeckung bedeutet nicht automatisch schnelle Reinigung.
- Keine echte Klimaanlage: der Ventilator senkt nicht die Raumtemperatur.
- Kühlwirkung nur über Luftbewegung: bei sehr heißen Räumen begrenzt.
- Maximalstufe hörbar: Dyson nennt bis zu 61,4 dB.
- Aktivkohleschicht relativ dünn: nicht mit großen Spezialfiltern gegen VOC oder Tabakrauch vergleichbar.
- Ersatzfilter teuer: laufende Kosten sind höher als bei vielen Standardgeräten.
- Filterwechsel ungefähr jährlich: muss dauerhaft einkalkuliert werden.
- Fernbedienung nicht perfekt: unabhängige Tests kritisieren die notwendige direkte Ausrichtung.
- Viel Kunststoff: angesichts des hohen Preises erwarten manche Käufer hochwertigere Materialien.
- Keine besonders hohe Reinigungseffizienz pro Euro: klassische Luftreiniger gewinnen deutlich.
- Keine Heizfunktion: dafür wäre ein Dyson Hot+Cool notwendig.
- Keine Formaldehyd-Spezialfunktion: dafür gibt es höher positionierte Dyson-Modelle.
Die wichtigsten Alternativen zum Dyson Purifier Cool PC1 im Kurzvergleich
Beim PC1 hängt die richtige Alternative stark davon ab, ob der Ventilator tatsächlich benötigt wird. Als reiner Luftreiniger gibt es deutlich leistungsstärkere Modelle für weniger Geld. Wer dagegen Luftreinigung und gerichteten Ventilatorluftstrom in einem eleganten Gerät kombinieren möchte, ist beim Dyson-Konzept näher an der richtigen Zielgruppe.
- Philips Air Performer 8000 3-in-1: besonders naheliegende Alternative mit Luftreinigung und Ventilatorfunktion.
- EVALIT KJ600FK: erheblich mehr Luftdurchsatz für große Räume, aber deutlich weniger elegant.
- MERONTE MR5866: ungefähr 340 m³/h CADR und deutlich günstiger.
- Levoit Core 300S: kompakter Smart-Luftreiniger mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Philips PureProtect Mini 900 AC0951/13: kompakter und wesentlich günstiger bei guter Partikelleistung.
- GoveeLife Smart Air Purifier 2 Pro: starkes Smart-Home-Paket zum deutlich niedrigeren Preis.
- Winix T500 WiFi: klassische Filterlösung mit WLAN und etablierter Luftreinigertechnik.
- Bosch Air 2000: einfache Markenalternative ohne Ventilatorfokus.
- Philips 600i Series AC0650/10: klein, sparsam und erheblich günstiger.
- Levoit Core Mini: nur für kleine Räume, kostet aber einen Bruchteil des Dyson.
Technische Daten im Dyson Purifier Cool PC1 Test
Die technischen Daten zeigen sehr deutlich, dass der PC1 nicht nur als Luftreiniger konstruiert wurde. Der maximale verstärkte Luftstrom liegt laut Dyson bei bis zu 290 Litern pro Sekunde. Dieser Wert beschreibt jedoch den Ventilatorluftstrom nach der Air-Multiplier-Verstärkung und darf nicht mit einem CADR von 290 l/s verwechselt werden. Der tatsächliche gereinigte Primärluftstrom ist wesentlich niedriger.
- Produkt: Dyson Purifier Cool PC1
- Modell: TP11
- Produkttyp: Luftreiniger und rotorloser Ventilator
- Filter: HEPA-H13 mit Glasfasern und Aktivkohleschicht
- Partikelfilterung laut Dyson: 99,95 % der bis zu 0,1 Mikrometer kleinen Partikel
- Geruchs- und Gasfilter: Aktivkohle
- Sensorik: automatische Echtzeiterfassung von Luftschadstoffen
- Automatikmodus: vorhanden
- Ventilatorstufen: 10
- Oszillation: bis zu 350 Grad
- Neigung: ungefähr ±10 Grad laut technischer Dokumentation
- Maximaler verstärkter Luftstrom: ungefähr 290 l/s
- Primärluftstrom: maximal rund 40,4 l/s laut Dyson-Technikunterlage
- Gemessener PM1.0-CADR: rund 128 m³/h laut RTINGS
- Gemessener CADR bei maximal 45 dB: rund 82 m³/h laut RTINGS
- Dyson-Raumtest: 81 m³ beziehungsweise ungefähr 27 m² nach POLAR-Prüfung
- Geräusch laut deutscher Dyson-Seite: 38 bis 56 dBA in den entsprechenden Messangaben
- Separat ausgewiesener maximaler Schallpegel: 61,4 dB
- Gewicht: 4,72 kg
- Höhe: 105,5 cm
- Gehäusedurchmesser: ungefähr 22 cm
- Kabellänge: 1,8 m
- Filterlebensdauer: ungefähr ein Jahr laut Dyson
- Display: LCD
- App: MyDyson
- Sprachsteuerung: Alexa, Google Assistant und Siri
- Sleep-Timer: 1, 2, 4 und 8 Stunden
- Fernbedienung: vorhanden
- Heizfunktion: nein
Was bedeutet der Unterschied zwischen 290 l/s und CADR?
Das ist eine der wichtigsten technischen Besonderheiten des Dyson. Die 290 Liter pro Sekunde beziehen sich auf den verstärkten Luftstrom, den Air Multiplier in den Raum abgibt. Dabei wird Umgebungsluft mitgerissen und der sichtbare Luftstrom stark verstärkt. Diese gesamte Luftmenge ist aber nicht vollständig vorher durch den HEPA-Filter gelaufen.
Der CADR bewertet dagegen, wie viel tatsächlich gereinigte Luft pro Zeiteinheit bereitgestellt wird. Deshalb kann ein Dyson als Ventilator einen sehr kräftigen Luftstrom erzeugen und gleichzeitig einen vergleichsweise niedrigen CADR besitzen. Wer diese beiden Werte gleichsetzt, überschätzt die Filterleistung erheblich.
Wie groß ist der Dyson Purifier Cool PC1?
Mit 105,5 Zentimetern Höhe ist der PC1 deutlich größer als ein normaler Tisch-Luftreiniger. Durch den Gehäusedurchmesser von nur ungefähr 22 Zentimetern benötigt er allerdings wenig Bodenfläche. Gerade neben einem Sofa, in einer Wohnzimmerecke oder neben einem Schreibtisch passt diese schlanke Bauform gut.
Mit 4,72 Kilogramm lässt er sich außerdem relativ einfach zwischen mehreren Räumen bewegen. Für tägliches Tragen über mehrere Etagen wäre ein kleineres Gerät trotzdem angenehmer.
Wie gut filtert der Dyson Purifier Cool PC1 Pollen?
Pollen selbst stellen für einen HEPA-H13-Filter keine besondere Herausforderung dar. Sie sind deutlich größer als die Partikelgrößen, die ein solcher Filter erfassen kann. Entscheidend ist vielmehr, wie schnell genügend pollenbelastete Raumluft durch den Filter gelangt.
Ist der Dyson Purifier Cool PC1 für Allergiker geeignet?
Grundsätzlich ja. Dyson besitzt einen hochwertigen Filter, Sensorik und Automatik. In einem kleinen oder mittelgroßen Raum kann der PC1 kontinuierlich laufen und Pollenbelastung reduzieren. Auch Live Science berichtet aus einem längeren Praxistest während der Heuschnupfenzeit von einer wahrnehmbaren Verbesserung der Allergiesymptome.
Für starke Allergiker würde ich trotzdem genau auf die Raumgröße achten. Ein klassischer Luftreiniger mit 300 oder 500 m³/h CADR entfernt dieselbe Partikelmenge wesentlich schneller. Wer also hauptsächlich wegen einer ausgeprägten Pollenallergie 500 Euro investieren möchte, bekommt andernorts mehr Filterleistung.
Was zeigen unabhängige Partikeltests?
Live Science testete den PC1 unter realen Bedingungen mit einem externen Partikelmessgerät. Nach 30 Minuten Automatikbetrieb in einem geschlossenen mittelgroßen Raum wurden 0,3-Mikrometer-Partikel um rund 67 Prozent und 2,5-Mikrometer-Partikel um etwa 79 Prozent reduziert.
In zusätzlichen Rauchversuchen erreichte der Dyson nach 30 Minuten ungefähr 87 Prozent Reduktion bei 0,3 Mikrometern, 91 Prozent bei 2,5 Mikrometern und 96 Prozent bei größeren Partikeln. Das sind gute Ergebnisse. Die Tester stellten allerdings ebenfalls fest, dass andere Luftreiniger mit höherem CADR Rauch schneller entfernen.
Wie groß sollte der Raum wirklich sein?
RTINGS empfiehlt auf Grundlage des gemessenen CADR bei maximaler Geschwindigkeit ungefähr 11 m², wenn eine hohe standardisierte Luftwechselrate zugrunde gelegt wird. Das wirkt im Vergleich zu Dysons Raumangabe überraschend klein, zeigt aber nur zwei verschiedene Bewertungsmethoden.
Ich würde in der Praxis zwischen beiden Extremen liegen. Für ungefähr 10 bis 20 m² gefällt mir der PC1 als Luftreiniger gut. Bis etwa 25 m² kann er sinnvoll sein, wenn kontinuierlicher Betrieb akzeptiert wird. Für 40 oder 50 m² würde ich bei ernsthaftem Filterbedarf ein Gerät mit wesentlich höherem CADR wählen.
HEPA-H13 und Aktivkohle im Dyson Purifier Cool PC1 Test
Der Filter besteht aus HEPA-H13-Material und Aktivkohle. Damit werden Partikel und bestimmte gasförmige Stoffe getrennt behandelt. Diese klassische Kombination ist technisch sinnvoll und kommt auch bei vielen anderen hochwertigen Luftreinigern zum Einsatz.
Was filtert HEPA-H13?
Dyson nennt eine Filterleistung von 99,95 Prozent für Partikel bis hinunter zu 0,1 Mikrometer unter den eigenen Testbedingungen. Dazu gehören unter anderem Pollen, Staub, Allergene und viele feine Aerosole.
Die hohe Filtereffizienz bedeutet allerdings nicht, dass innerhalb weniger Minuten automatisch 99,95 Prozent aller Partikel im gesamten Zimmer verschwinden. Dafür müsste die gesamte Raumluft entsprechend oft durch das Filtermedium geführt werden. Genau deshalb bleibt der CADR so wichtig.
Wie gut hilft der PC1 gegen Gerüche?
Eine Aktivkohleschicht bindet bestimmte gasförmige Verbindungen und kann normale Koch-, Tier- und leichte Rauchgerüche reduzieren. Dyson nennt ausdrücklich Gase und flüchtige organische Verbindungen als Einsatzbereich.
Die Aktivkohleschicht ist jedoch kein massiver Spezialfilter. Wer dauerhaft Tabakrauch, hohe Lösemittelkonzentrationen oder starke chemische Gerüche behandeln möchte, sollte ein Gerät mit deutlich größerer Aktivkohlemenge verwenden. Für normale Haushaltsbelastungen ist das Dyson-System ausreichend.
Wie lange hält der Filter?
Dyson nennt ungefähr ein Jahr als typische Lebensdauer des kombinierten HEPA- und Aktivkohlefilters. Die tatsächliche Dauer hängt von Betriebsstunden und Luftbelastung ab. In einer Wohnung mit viel Staub, Haustieren oder regelmäßigem Rauch kann der Filter schneller verbraucht sein.
Das Gerät überwacht die Restlebensdauer und informiert über LCD beziehungsweise MyDyson App, wenn ein Wechsel notwendig wird. Das ist komfortabler als eine reine pauschale Monatsangabe.
Wie gut kühlt der Dyson Purifier Cool PC1 wirklich?
Der Name Purifier Cool führt schnell zu falschen Erwartungen. Der Dyson ist keine Klimaanlage. Er besitzt weder Kompressor noch Kältemittel und senkt die Temperatur der Raumluft nicht aktiv. Die Kühlwirkung entsteht dadurch, dass bewegte Luft über die Haut strömt und die Verdunstung unterstützt.
Ist der PC1 ein guter Ventilator?
Ja. Genau in diesem Bereich gefällt mir der Dyson wesentlich besser als bei der reinen CADR-Betrachtung. Der Luftstrom ist gleichmäßig, fein regelbar und lässt sich über die große Oszillation weit im Raum verteilen. Die zehn Stufen bieten ausreichend Spielraum zwischen leichtem Luftzug und deutlich spürbarer Brise.
Live Science empfand die maximale Leistung allerdings nicht als außergewöhnlich kräftig. Wer einen extrem starken Ventilator für sehr heiße Sommertage sucht, kann von einfacheren Hochleistungsventilatoren mehr Druck bekommen. Der Dyson gewinnt eher bei Gleichmäßigkeit, Bedienung und Design.
Senkt der Dyson die Raumtemperatur?
Nein. Ein Thermometer wird durch den normalen Ventilatorbetrieb keine echte Abkühlung des Zimmers anzeigen. Dafür wäre eine Klimaanlage notwendig, die Wärme aktiv aus dem Raum transportiert.
Der PC1 kann trotzdem subjektiv deutlich angenehmer sein, wenn der Luftstrom direkt auf Personen gerichtet wird. Genau deshalb ist die 350-Grad-Oszillation praktisch.
Hat der Dyson einen Temperatursensor?
Beim PC1 fehlt nach unabhängigen Tests ein Temperatursensor. Live Science kritisierte das bei einem Produkt mit Ventilatorfunktion ausdrücklich. Die Luftqualitätsautomatik kann auf Schadstoffe reagieren, die Ventilatorleistung wird jedoch nicht automatisch anhand einer gewünschten Raumtemperatur geregelt.
Sensorik und Automatik im Alltag
Sensorik gehört zu den überzeugendsten Funktionen. Der PC1 analysiert Schadstoffe und stellt die Ergebnisse auf dem LCD sowie in der MyDyson App dar. Bei steigender Belastung kann der Automatikmodus den Luftstrom erhöhen.
Wie schnell reagiert der Automatikmodus?
Unabhängige Tests beschreiben die Reaktion auf Veränderungen der Luftqualität als relativ schnell. Besonders Rauch, Aerosole oder erhöhte Partikelbelastung führen dazu, dass das Gerät sichtbar reagiert.
Dadurch muss der Dyson nicht ständig auf hoher Stufe betrieben werden. Bei sauberer Luft reduziert er seine Aktivität und spart Geräusch sowie Energie.
Ist die Luftqualitätsanzeige hilfreich?
Ja. Dyson bereitet Messdaten verständlich auf. Wer die MyDyson App nutzt, kann Veränderungen über Zeit beobachten und beispielsweise nachvollziehen, wie Lüften, Kochen oder andere Aktivitäten die Luft beeinflussen.
Wie bei jedem eingebauten Verbrauchersensor würde ich die Werte nicht mit einem professionell kalibrierten Messsystem gleichsetzen. Für Trends und automatische Steuerung reichen sie vollkommen aus.
MyDyson App und Smart Home
Die Software ist einer der Gründe, warum der Dyson teurer sein darf als ein einfacher Filterkasten. Die MyDyson App zeigt Luftqualitätsinformationen, ermöglicht Fernsteuerung, Zeitpläne und weitere Einstellungen.
Was kann die MyDyson App?
Über die App lässt sich der Luftreiniger aus der Entfernung bedienen. Nutzer können Luftqualitätsdaten kontrollieren, Zeitpläne einrichten und verschiedene Einstellungen verändern. Auch Hinweise zum Filterzustand werden dort angezeigt.
Wer gern Daten beobachtet und Hausgeräte automatisiert, bekommt hier eines der ausgereifteren Systeme. Wer einfach nur einen Luftreiniger einschalten möchte, bezahlt allerdings für Funktionen, die möglicherweise nie verwendet werden.
Funktioniert der Dyson mit Alexa?
Ja. Amazon Alexa wird offiziell unterstützt. Dadurch lassen sich kompatible Funktionen per Sprache auslösen.
Funktioniert der PC1 mit Google Assistant?
Ja. Auch Google Assistant gehört zum unterstützten Smart-Home-Umfang.
Kann Siri verwendet werden?
Dyson nennt ebenfalls Siri-Kompatibilität beziehungsweise entsprechende Sprachsteuerungsmöglichkeiten. Damit deckt der PC1 die wichtigsten Sprachplattformen ab.
Geräuschentwicklung im Dyson Purifier Cool PC1 Test
Dyson führt unterschiedliche Schallangaben abhängig von Messmethode und Betriebszustand. Auf der deutschen Produktseite stehen unter anderem 38 dBA minimal und 56 dBA maximal, während separat 61,4 dB ausgewiesen werden. Entscheidend sind deshalb unabhängige Praxismessungen.
Wie laut ist der Dyson auf niedriger Stufe?
Live Science hat rund 25 dB auf der niedrigsten Stufe gemessen. RTINGS kam nach eigener Methodik auf etwa 35,5 dBA. Die unterschiedlichen Werte zeigen, wie stark Messabstand und Raum die Ergebnisse beeinflussen.
Beide Tests bestätigen aber den gleichen Eindruck: Auf niedriger Geschwindigkeit arbeitet der PC1 angenehm ruhig.
Wie laut wird der PC1 auf Stufe 10?
RTINGS maß ungefähr 53,8 dBA, während Live Science bestätigte, dass die Herstellergrenze von 61,4 dB nicht überschritten wurde. Für einen starken Ventilator ist das akzeptabel. Im Schlafzimmer würde ich Stufe 10 trotzdem nicht dauerhaft verwenden.
Ist der Dyson nachts empfehlenswert?
Ja, solange niedrige Stufen ausreichen. Der Nachtmodus reduziert störende Anzeigeelemente und der Sleep-Timer lässt sich auf eine, zwei, vier oder acht Stunden einstellen.
Für Allergiker kann es sinnvoller sein, das Gerät dauerhaft auf einer niedrigen Stufe laufen zu lassen, statt es nach wenigen Stunden vollständig abzuschalten.
Dyson Purifier Cool PC1 im ausführlichen Vergleich
Der lange Vergleich zeigt sehr deutlich, wie speziell die Position des Dyson ist. Er verliert gegen viele klassische Luftreiniger beim CADR, gewinnt dafür bei Ventilatorfunktion, Oszillation, App, Design und Bedienung. Deshalb gibt es keinen universellen Sieger.
Dyson Purifier Cool PC1 vs Philips Air Performer 8000 3-in-1
Der Philips Air Performer 8000 3-in-1 ist der logischste direkte Konkurrent, weil auch Philips Luftreinigung und Luftbewegung kombiniert. Der Philips ist stärker auf hohe Raumluftleistung ausgerichtet, während Dyson beim charakteristischen Air-Multiplier-Luftstrom, 350-Grad-Oszillation und Design punktet.
Für möglichst effektive Luftreinigung würde ich eher Philips wählen. Wer das Dyson-Ventilatorgefühl und das MyDyson-Ökosystem möchte, findet den PC1 attraktiver.
Dyson Purifier Cool PC1 vs EVALIT KJ600FK
Der EVALIT KJ600FK zeigt besonders deutlich, wie teuer Dysons Kombikonzept ist. EVALIT erreicht ungefähr 600 m³/h CADR und bewegt damit ein Mehrfaches der gereinigten Luft des Dyson. Dafür ist er größer, weniger elegant und kein vergleichbarer Ventilator.
Für Allergiker und große Räume würde ich EVALIT wählen. Für Wohnzimmerdesign und Ventilatorfunktion ist Dyson angenehmer.
Dyson Purifier Cool PC1 vs MERONTE MR5866
Der MERONTE MR5866 erreicht ungefähr 340 m³/h und kostet häufig nur einen Bruchteil des Dyson. Auch PM2,5-Sensor, Automatik und Smart-Funktionen gehören dort zur Ausstattung.
Für reine Luftreinigung ist MERONTE das viel stärkere Preis-Leistungs-Angebot. Dyson gewinnt bei Verarbeitung, Markenservice, Ventilator und App-Qualität.
Dyson Purifier Cool PC1 vs Levoit Core 300S
Der Levoit Core 300S ist deutlich kompakter und als klassischer Luftreiniger konzipiert. Er besitzt Sensorik, Automatik und App-Steuerung, verzichtet aber auf die große Ventilatorfunktion.
Wer hauptsächlich saubere Luft möchte, bekommt bei Levoit mehr fürs Geld. Wer zusätzlich einen hochwertigen Standventilator kaufen müsste, kann den Dyson anders kalkulieren.
Dyson Purifier Cool PC1 vs Philips PureProtect Mini 900
Der Philips PureProtect Mini 900 AC0951/13 erreicht rund 250 m³/h CADR und kostet wesentlich weniger. Er ist kompakter und als reiner Luftreiniger effizienter positioniert.
Für Pollen und Feinstaub würde ich Philips wählen. Für Luftbewegung und Premiumdesign bietet Dyson das größere Gesamtpaket.
Dyson Purifier Cool PC1 vs GoveeLife Smart Air Purifier 2 Pro
Der GoveeLife Smart Air Purifier 2 Pro bietet ungefähr 255 m³/h, App, Alexa, Google Assistant und je nach Variante Matter-Unterstützung. Preislich liegt er weit unter Dyson.
Für Smart-Luftreinigung ist GoveeLife wirtschaftlicher. Dyson lohnt sich vor allem, wenn die Ventilatorfunktion ausdrücklich Teil des Kaufwunsches ist.
Dyson Purifier Cool PC1 vs Winix T500 WiFi
Der Winix T500 WiFi ist ein klassischer Luftreiniger eines spezialisierten Herstellers. Er bietet WLAN und hohe Filterkompetenz, verzichtet aber auf den Design- und Ventilatorfokus.
Für kontinuierliche Partikelfilterung würde ich Winix stärker gewichten. Als Multifunktionsgerät ist Dyson vielseitiger.
Dyson Purifier Cool PC1 vs Bosch Air 2000
Der Bosch Air 2000 ist wesentlich einfacher und günstiger. Er konzentriert sich auf Luftfilterung und benötigt deutlich weniger Stellhöhe.
Wer keinen Ventilator braucht, muss den Dyson-Aufpreis kaum bezahlen. Wer beide Funktionen kombinieren möchte, erhält beim PC1 das hochwertigere Wohnraumprodukt.
Externe Testberichte zum Dyson Purifier Cool PC1
Der PC1 ist deutlich besser extern untersucht als viele günstige Luftreiniger. Besonders relevant sind für mich RTINGS und Live Science, weil beide eigene Messungen vorgenommen haben. Testberichte.de fasst die allgemeine Marktmeinung ebenfalls zusammen.
RTINGS: überraschend niedriger CADR
RTINGS misst beim PC1 ungefähr 128 m³/h PM1.0-CADR auf höchster Stufe. Bei einem Geräuschlimit von maximal 45 dBA sinkt die gemessene Reinigungsleistung auf ungefähr 82 m³/h. Daraus leitet das Portal relativ kleine empfohlene Raumgrößen ab.
Genau diese Messung ist der wichtigste Kritikpunkt meines Tests. Der Dyson filtert zuverlässig, bewegt aber vergleichsweise wenig gereinigte Primärluft durch seinen Filter.
Live Science: gute Partikelreduktion, hoher Preis
Live Science testete den PC1 fast einen Monat und bewertet die Kombination aus Luftreinigung, leiserem Betrieb, Sensorik und Ventilator positiv. Im Partikeltest wurden nach 30 Minuten deutliche Reduktionen gemessen. Gleichzeitig kritisiert der Test den hohen Preis und die nur mittelmäßige maximale Ventilatorwirkung.
Auch die Fernbedienung wurde kritisiert, weil sie relativ genau auf den Empfänger gerichtet werden muss. Beim oszillierenden Gerät kann das im Alltag nerven.
Testberichte.de: Gesamtnote 2,1
Testberichte.de bewertet den Dyson mit der Note 2,1 beziehungsweise „gut“. Positiv hervorgehoben werden Smart-Steuerung, Automatik und die Entfernung feiner Schadstoffe. Als Schwächen nennt die Zusammenfassung den notwendigen Filterwechsel sowie die begrenzte subjektive Kühlwirkung.
Die Gesamtmeinung passt damit gut zu meiner Einordnung: technisch hochwertig und komfortabel, aber kein Preis-Leistungs-Sieger.
Preis-Leistung im Dyson Purifier Cool PC1 Test
Dyson selbst nennt eine unverbindliche Preisempfehlung von 499 Euro. Deutsche Preisvergleiche zeigen aktuell ebenfalls Angebote ungefähr ab 489 bis 499 Euro, teilweise steigt der Preis auf mehr als 600 Euro. Damit bewegt sich der PC1 klar in der Premiumklasse.
Unter 350 Euro wäre der Dyson Purifier Cool PC1 für mich ein sehr attraktiver Kauf. Dann bekommt man einen guten Ventilator, hochwertigen Luftreiniger, Sensorik und Smart Home in einem Gerät, ohne beim Preis allzu nah an leistungsstärkere Premiumlösungen zu kommen.
Zwischen 350 und 400 Euro finde ich ihn weiterhin empfehlenswert, wenn die Ventilatorfunktion tatsächlich genutzt wird. Für einen reinen Luftreiniger wäre selbst dieser Preis noch hoch.
Zwischen 400 und 450 Euro muss man das Dyson-Konzept bewusst wollen. Design, Air Multiplier, App und Oszillation müssen dann einen echten Mehrwert bieten.
Zwischen 450 und 500 Euro wird das Preis-Leistungs-Verhältnis aus meiner Sicht kritisch. Genau dort liegt derzeit der Marktpreis. Für denselben Betrag bekommt man erheblich leistungsstärkere Luftreiniger oder einen guten Luftreiniger plus separaten Ventilator.
Über 500 Euro würde ich den PC1 nur kaufen, wenn Design und Dyson-Ökosystem ausdrücklich entscheidend sind. Als rationaler Luftreinigerkauf ist diese Preiszone schwer zu rechtfertigen.
Warum der Dyson trotzdem Käufer findet
Der Vergleich nur nach CADR greift beim PC1 zu kurz. Viele Käufer möchten keinen großen Filterkasten und daneben zusätzlich einen Ventilator. Der Dyson kombiniert beide Aufgaben in einem sehr schmalen Gerät und sieht deutlich hochwertiger aus als viele klassische Luftreiniger.
Genau dieser Komfort hat einen Preis. Wer ihn nutzt, kann mit dem Kauf zufrieden sein. Wer ihn nicht nutzt, bezahlt deutlich zu viel.
Fazit: Lohnt sich der Dyson Purifier Cool PC1?
Der Dyson Purifier Cool PC1 Test endet mit einer eingeschränkten Kaufempfehlung. Als Kombination aus Luftreiniger, hochwertigem Standventilator, Sensorstation und Smart-Home-Gerät ist der TP11 technisch überzeugend. HEPA-H13, Aktivkohle, automatische Luftqualitätsüberwachung, MyDyson App, Alexa, Google Assistant, Siri, zehn Lüfterstufen und bis zu 350 Grad Oszillation ergeben ein sehr komplettes Produkt.
Die Schwäche liegt nicht bei der Filterqualität, sondern beim Verhältnis aus Luftreinigungsleistung und Preis. Unabhängige RTINGS-Messungen von ungefähr 128 m³/h CADR sind für rund 500 Euro niedrig. Ein klassischer Luftreiniger für 100 bis 250 Euro kann deutlich mehr gereinigte Luft pro Stunde liefern.
Live Science bestätigt gleichzeitig, dass der PC1 in realen Partikeltests durchaus funktioniert. Nach 30 Minuten wurden je nach Partikelgröße deutliche Reduktionen erreicht. Das Gerät ist also keinesfalls ein schlechter Luftreiniger. Es ist nur ein sehr teurer Luftreiniger, wenn man die Ventilatorfunktion ignoriert.
Ich würde den PC1 deshalb vor allem in einem kleineren bis mittelgroßen Wohn- oder Schlafzimmer einsetzen. Dort kann er kontinuierlich filtern und gleichzeitig als komfortabler Ventilator dienen. Für einen großen offenen Wohnbereich oder starke Allergiebelastung würde ich einen höheren CADR bevorzugen.
Die Kühlfunktion sollte ebenfalls realistisch verstanden werden. Dyson senkt nicht die Raumtemperatur. Der Air-Multiplier-Luftstrom erzeugt eine angenehme Brise und kann Menschen subjektiv abkühlen, ersetzt aber keine Klimaanlage.
Preislich wird es für mich unter ungefähr 400 Euro interessant. Zwischen 400 und 450 Euro muss man das 2-in-1-Konzept wirklich nutzen. Rund um die derzeit üblichen 499 Euro ist der PC1 ein Premium-Lifestyle-Kauf und kein Preis-Leistungs-Sieger.
Meine abschließende Bewertung: 8,3 von 10 Punkten. Wer Dyson-Design, einen sehr guten Ventilator, Luftqualitätssensoren und eine starke App in einem einzigen Gerät sucht, bekommt ein überzeugendes Gesamtpaket. Wer primär möglichst viel Luft reinigen möchte, sollte sein Geld in mehr CADR investieren.
FAQ zum Dyson Purifier Cool PC1 Test
Ist der Dyson Purifier Cool PC1 gut?
Ja, als Kombination aus Luftreiniger und hochwertigem Ventilator ist der Dyson Purifier Cool PC1 gut. Er besitzt HEPA-H13, Aktivkohle, automatische Sensorik, MyDyson App und 350-Grad-Oszillation. Als reiner Luftreiniger ist das Preis-Leistungs-Verhältnis dagegen nur durchschnittlich, weil unabhängige Tests einen vergleichsweise niedrigen CADR messen.
Welche Modellnummer hat der Dyson Purifier Cool PC1?
Der Dyson Purifier Cool PC1 wird als TP11 geführt. Je nach Farbe und Markt existieren unterschiedliche Bestellnummern. Für die technische Zuordnung ist TP11 die wichtigste Modellbezeichnung.
Hat der Dyson PC1 einen HEPA-H13-Filter?
Ja. Dyson verwendet einen HEPA-H13-Filter mit Glasfasern zusammen mit einer Aktivkohleschicht. Laut Hersteller werden 99,95 Prozent der bis zu 0,1 Mikrometer kleinen Partikel unter den entsprechenden Testbedingungen erfasst.
Wie hoch ist der CADR des Dyson Purifier Cool PC1?
Dyson veröffentlicht für den PC1 keinen üblichen CADR auf der deutschen Produktseite. RTINGS hat unabhängig ungefähr 128 m³/h für PM1.0 gemessen. Bei einem Betriebsgeräusch von maximal 45 dBA lagen die Messungen bei ungefähr 82 m³/h.
Warum nennt Dyson 290 l/s Luftstrom?
Die 290 Liter pro Sekunde beziehen sich auf den durch Air Multiplier verstärkten Ventilatorluftstrom. Diese gesamte Luftmenge ist nicht vorher vollständig durch den HEPA-Filter gelaufen. Deshalb darf der Wert nicht als CADR verstanden werden.
Für wie viele Quadratmeter ist der PC1 geeignet?
Dyson prüft die gleichmäßige Luftverteilung in einem Raumvolumen von 81 m³ beziehungsweise ungefähr 27 m² bei typischer Raumhöhe. Aufgrund des relativ niedrigen unabhängigen CADR würde ich für hohe Partikelreduktion eher ungefähr 10 bis 20 m² einplanen. Bis etwa 25 m² ist kontinuierliche Nutzung weiterhin sinnvoll.
Ist der Dyson Purifier Cool PC1 für Allergiker geeignet?
Ja. HEPA-H13 filtert Pollen und andere Allergene zuverlässig aus der angesaugten Luft. Für starke Allergiker ist allerdings die Reinigungsgeschwindigkeit wichtig. In größeren Räumen bietet ein Luftreiniger mit 300 bis 500 m³/h CADR mehr Reserve.
Hilft der Dyson PC1 gegen Pollen?
Ja. Pollen lassen sich mit dem HEPA-H13-Filter sehr gut erfassen. In einem passend dimensionierten Raum kann kontinuierlicher Betrieb die Pollenbelastung deutlich reduzieren. Live Science berichtete im Praxistest während der Pollensaison ebenfalls von einer wahrnehmbaren Verbesserung.
Hilft der Dyson gegen Feinstaub?
Ja. Feine Partikel werden vom HEPA-Filter erfasst. Unabhängige Tests zeigen eine deutliche Reduktion von 0,3- und 2,5-Mikrometer-Partikeln innerhalb von 30 Minuten. In größeren Räumen dauert die Reinigung aufgrund des begrenzten CADR allerdings länger als bei leistungsstärkeren Luftreinigern.
Hilft der Dyson Purifier Cool PC1 gegen Rauch?
Rauchpartikel können vom HEPA-Filter erfasst werden. Live Science maß in Rauchtests nach 30 Minuten je nach Partikelgröße Reduktionen von ungefähr 87 bis 96 Prozent. Geruchs- und Gasbestandteile werden zusätzlich teilweise über Aktivkohle reduziert.
Hilft der Dyson gegen Gerüche?
Ja, bei normalen Haushaltsgerüchen kann die Aktivkohleschicht helfen. Für sehr starken Tabakrauch oder hohe VOC-Belastung ist die vorhandene Kohlemenge allerdings begrenzt. Große Spezial-Aktivkohlefilter sind für solche Aufgaben wirksamer.
Kühlt der Dyson Purifier Cool PC1 einen Raum?
Nein. Der Dyson ist keine Klimaanlage und senkt die tatsächliche Raumtemperatur nicht. Er erzeugt einen gerichteten Luftstrom, der auf der Haut einen kühlenden Effekt verursacht. Das kann im Sommer angenehm sein, ersetzt aber keine aktive Klimatisierung.
Wie stark ist der Ventilator?
Der PC1 bietet zehn Leistungsstufen und Air-Multiplier-Technologie. Der Luftstrom ist gleichmäßig und weitreichend. Unabhängige Tester empfanden die höchste Stufe allerdings nicht als außergewöhnlich kräftig. Für normale Wohnräume reicht sie gut, für extreme Hitze gibt es stärkere reine Ventilatoren.
Wie weit dreht sich der Dyson PC1?
Die Oszillation lässt sich auf bis zu 350 Grad einstellen. Dadurch kann der Luftstrom fast rund um das Gerät verteilt werden. Das ist einer der größten Vorteile gegenüber einfachen Turmventilatoren.
Wie laut ist der Dyson Purifier Cool PC1?
Dyson nennt abhängig von Messmethode Werte bis 61,4 dB. RTINGS maß ungefähr 53,8 dBA auf der höchsten Stufe und 35,5 dBA auf der niedrigsten. Live Science kam auf niedriger Stufe auf etwa 25 dB. Der PC1 gehört damit bei niedrigen Einstellungen zu den angenehm leisen Geräten.
Ist der Dyson PC1 für das Schlafzimmer geeignet?
Ja, insbesondere auf niedrigen Stufen und im Nachtmodus. Der Luftreiniger kann während des Schlafens kontinuierlich filtern. Wer sehr geräuschempfindlich ist, sollte etwas Abstand zum Bett lassen und nicht die höchste Lüfterstufe verwenden.
Hat der Dyson Purifier Cool PC1 einen Nachtmodus?
Ja. Der Nachtmodus reduziert störende Anzeigeelemente und eignet sich für einen ruhigeren Betrieb. Zusätzlich gibt es einen Sleep-Timer mit 1, 2, 4 oder 8 Stunden.
Hat der Dyson PC1 einen Automatikmodus?
Ja. Sensoren überwachen die Luftqualität und das Gerät reagiert automatisch auf erkannte Belastungen. Dadurch muss nicht permanent eine feste Lüfterstufe gewählt werden.
Hat der Dyson einen PM2,5-Sensor?
Der PC1 analysiert Partikelbelastungen und stellt entsprechende Luftqualitätsinformationen über Display und MyDyson App bereit. Die Sensorik gehört zu den wichtigsten Komfortvorteilen des Geräts.
Hat der Dyson PC1 einen Temperatursensor?
Nach unabhängigen Tests besitzt der PC1 keinen Temperatursensor zur automatischen temperaturabhängigen Steuerung der Ventilatorfunktion. Das ist bei einem Gerät mit dem Namensbestandteil „Cool“ etwas überraschend.
Hat der Dyson Purifier Cool PC1 WLAN?
Ja. Über die Netzwerkverbindung kann der PC1 mit der MyDyson App kommunizieren. Dadurch sind Fernsteuerung, Datenanzeige und Zeitpläne möglich.
Funktioniert der PC1 mit Alexa?
Ja. Amazon Alexa wird unterstützt. Kompatible Funktionen können dadurch per Sprachbefehl gesteuert werden.
Funktioniert der PC1 mit Google Assistant?
Ja. Google Assistant gehört ebenfalls zu den unterstützten Diensten.
Funktioniert der Dyson mit Siri?
Dyson nennt auch Siri als unterstützte Sprachsteuerungsmöglichkeit. Damit lässt sich der PC1 in ein Apple-orientiertes Smart-Home integrieren.
Wie lange hält der Filter?
Dyson nennt ungefähr ein Jahr bei typischer Nutzung. Die tatsächliche Lebensdauer hängt von Betriebsdauer und Belastung ab. Das Gerät informiert über Display und App, wenn ein Austausch erforderlich ist.
Kann man den HEPA-Filter waschen?
Nein. Der HEPA-H13- und Aktivkohlefilter ist ein Verbrauchsteil und wird bei Erreichen seiner Lebensdauer ersetzt. Auswaschen kann die Filterstruktur und die Aktivkohle beschädigen.
Wie schwer ist der Dyson Purifier Cool PC1?
Der PC1 wiegt ungefähr 4,72 Kilogramm. Für ein 105,5 Zentimeter hohes Standgerät ist das relativ leicht. Er kann daher ohne großen Aufwand zwischen mehreren Räumen bewegt werden.
Dyson Purifier Cool PC1 oder klassischer Luftreiniger?
Wer hauptsächlich Partikel filtern möchte, bekommt bei einem klassischen Luftreiniger mehr CADR für weniger Geld. Wer zusätzlich einen hochwertigen Ventilator, 350-Grad-Oszillation, umfangreiche Sensorik und MyDyson App möchte, kann den PC1 sinnvoller finden.
Dyson Purifier Cool PC1 oder Philips Air Performer 8000?
Der Philips ist als große Kombilösung stärker auf hohe Luftreinigungsleistung ausgerichtet. Dyson punktet bei Design, Air-Multiplier-Luftstrom und 350-Grad-Oszillation. Für maximale Partikelfilterung würde ich Philips wählen; für das typische Dyson-Ventilatorgefühl den PC1.
Ist der Dyson Purifier Cool PC1 500 Euro wert?
Als reiner Luftreiniger aus meiner Sicht nicht. Der unabhängige CADR ist dafür zu niedrig. Als Kombination aus Premium-Ventilator, Luftreiniger, Sensorik und Smart-Home-Gerät kann der Preis für Dyson-Fans nachvollziehbar sein. Unter ungefähr 400 Euro würde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich besser bewerten.
Für wen lohnt sich der Dyson Purifier Cool PC1?
Vor allem für Käufer, die einen eleganten Standventilator und Luftreiniger in einem Gerät möchten, Wert auf App, Sensorik und Smart Home legen und eher kleine bis mittelgroße Räume nutzen. Auch Allergiker können profitieren, wenn keine besonders hohe Reinigungsgeschwindigkeit benötigt wird.
Für wen lohnt sich der Dyson Purifier Cool PC1 nicht?
Nicht ideal ist er für Käufer, die möglichst viel CADR pro Euro suchen, große Räume schnell reinigen möchten oder eine echte Klimaanlage erwarten. Wer bereits einen guten Ventilator besitzt, kann mit einem deutlich günstigeren klassischen Luftreiniger wirtschaftlicher fahren.
Autor und Testgrundlage
Testberichte aus Berlin
Beim Dyson Purifier Cool PC1 wird bewusst zwischen Ventilator-Luftstrom und tatsächlicher Luftreinigungsleistung unterschieden. Die von Dyson angegebenen bis zu 290 Liter pro Sekunde beschreiben den verstärkten Air-Multiplier-Luftstrom und sind kein CADR. Für die Bewertung der Partikelreinigung werden deshalb zusätzlich unabhängige Messungen berücksichtigt. Besonders relevant ist der von RTINGS gemessene PM1.0-CADR von rund 128 m³/h.
Ebenso werden die Herstellerdaten zu HEPA-H13, Aktivkohle, 350-Grad-Oszillation, Gewicht, Raumprüfung und MyDyson App mit unabhängigen Praxiserfahrungen verglichen. Dadurch entsteht keine Bewertung, bei der eine große Marketingzahl automatisch zu einer hohen Note führt. Der PC1 wird danach beurteilt, wie gut Luftreinigung, Ventilator, Bedienung und Preis tatsächlich zusammenpassen.
André aus Berlin
Mich überzeugt am Dyson vor allem, wie konsequent das Gerät als Wohnraumprodukt entwickelt wurde. Es sieht nicht nach einem Luftfilterkasten aus, lässt sich fast rundum drehen, liefert einen sehr gleichmäßigen Luftstrom und die MyDyson App ist wesentlich ausgereifter als bei vielen günstigen Konkurrenten. Wenn ich ohnehin einen guten Standventilator kaufen wollte, könnte ich mit dem PC1 durchaus glücklich werden.
Nur wegen Pollen oder Feinstaub würde ich persönlich keine 500 Euro dafür ausgeben. Dafür sind ungefähr 128 m³/h gemessener CADR einfach zu wenig. Unter 400 Euro finde ich das Gesamtpaket deutlich attraktiver. Zum aktuellen Preis muss man Air Multiplier, Dyson-Design, App und Ventilatorfunktion wirklich wollen. Genau deshalb erreicht der Dyson Purifier Cool PC1 bei mir gute 8,3 von 10 Punkten, aber keine uneingeschränkte Spitzenwertung.
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